Das Startchancen-Programm des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) hat das Ziel, mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem zu schaffen und den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg aufzubrechen. Als größtes und langfristig angelegtes Bildungsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik unterstützt es rund 4.000 Schulen mit besonderen Herausforderungen bei der Stärkung von Basiskompetenzen und ihrer Schulentwicklung.
Wie gelingt unter diesen Voraussetzungen eine erfolgreiche Zusammenarbeit vor Ort? Diese Frage hat im Zentrum des von Prasanna Oommen moderierten Austauschforums zum Startchancen-Programm gestanden, das am 20. Januar 2026 im Konferenzzentrum Mauerstraße (KOM 27) in Berlin stattgefunden hat. Ziel der Veranstaltung ist es gewesen, Gelingensbedingungen für die Kooperation zwischen Kommunen, Ländern und weiteren Akteuren zu identifizieren und den ebenenübergreifenden Austausch zu stärken. Dabei sind Akteur*innen aus unterschiedlichen Ebenen und Bereichen zusammengebracht worden – von kommunalen Verwaltungen über Bildungsadministration bis hin zu Wissenschaft und Unterstützungssystemen. Im gemeinsamen Austausch sind Erfahrungen geteilt, Perspektiven verknüpft und Impulse für die weitere Umsetzung des Programms entwickelt worden.
Nach der Eröffnung durch den Leiter der Abteilung 4 “Frühe und Schulische Bildung sowie Bildungsforschung“ im BMBFSJ, Dr. Stefan Luther, haben Impulse aus Wissenschaft und kommunaler Praxis zentrale Herausforderungen und Chancen in der Umsetzung des Programms aufgezeigt. In anschließenden parallelen Workshops haben die Teilnehmer*innen zu Themen wie rechtskreisübergreifender Zusammenarbeit, Verankerung im Sozialraum, datengestützter Schulentwicklung und der Zusammenarbeit multiprofessioneller Teams gearbeitet.
Im von Prasanna Oommen moderierten Abschlussplenum sind die Ergebnisse der Workshops zusammengeführt und durch weitere wissenschaftliche Impulse eingeordnet worden. Eine moderierte Gesprächsrunde mit Vertreter*innen aus Kommune, Land und Bund hat zusätzliche Perspektiven auf die Zusammenarbeit im Startchancen-Programm eröffnet und konkrete Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung aufgezeigt.
