Wie kann Kulturelle Bildung dazu beitragen, „Safer Spaces“ für Kinder und Jugendliche zu schaffen, in denen Partizipation und Schutz Hand in Hand gehen? Diese Frage hat am 19. Juni 2026 im Mittelpunkt des dritten Tages der europäischen Start2Act-Konferenz gestanden, die von der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) im Hotel Rossi veranstaltet worden ist. Unter der bilingualen Moderation von Prasanna Oommen haben die Teilnehmenden aus verschiedenen europäischen Ländern über die Rolle der Kulturellen Bildung bei der Umsetzung wirksamer Kinderschutzrichtlinien diskutiert.
Den Auftakt hat eine Fishbowl-Diskussion gebildet, in der Valerie Eichmann (Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der BRD), Ciaran O’Donnell (Eurochild) und Georgi Elenkov (National Network for Children, Bulgarien) ihre Perspektiven eingebracht haben. Dabei ist insbesondere hervorgehoben worden, dass künstlerische Methoden – etwa aus dem Theater – prädestiniert dafür sind, Kinder und Jugendliche aktiv in die Gestaltung von Schutzkonzepten einzubinden, anstatt diese lediglich von Erwachsenen festlegen zu lassen. Die Diskussion hat zudem verdeutlicht, wie wichtig der grenzüberschreitende Austausch über Best Practices und internationale Standards für die tägliche Arbeit ist.
Im weiteren Verlauf hat das Präventionstheater-Programm „Hinterm Vorhang“ der LAG Spiel & Theater NRW die theoretischen Ansätze eindrucksvoll auf die Bühne gebracht. Den inhaltlichen Abschluss der Konferenz hat die Keynote von Christine Eichholz (theaterpädagogische werkstatt gGmbH) gebildet, die den Blick auf die nächsten Schritte für den Kinderschutz in der Kulturellen Bildung gelenkt hat. Die Veranstaltung hat deutlich gemacht, dass kulturelle Räume das Versprechen einlösen müssen, Ausdrucksfreiheit und Sicherheit gleichermaßen zu garantieren, und wie entscheidend partizipative Ansätze für diese Aufgabe sind.
Beitragsbild: © BKJ
