Wie können Schulen in herausfordernden Lagen wirksam unterstützt und Veränderungsprozesse nachhaltig gestaltet werden? Diese Frage hat im Mittelpunkt des ersten CHANCEN-DIALOGS gestanden, der am 15. Juni 2026 als digitale Begleitveranstaltung zur Startchancen-Konferenz des Leibniz-Instituts für Bildungsforschung und Bildungsinformation stattgefunden hat. Unter der Moderation von Prasanna Oommen haben die Teilnehmer*innen die Zusammenarbeit mit dem CHANCEN-Verbund sowie erste Erfahrungen, Herausforderungen und Erkenntnisse aus der bisherigen Laufzeit des Startchancen-Programms beleuchtet.
Nach der Begrüßung durch Martina Diedrich, Leiterin des CHANCEN-Verbunds, hat ein Videogrußwort der Bundesministerin Karin Prien den inhaltlichen Auftakt der Veranstaltung gebildet. In der anschließenden Gesprächsrunde „Perspektiven aus der Praxis“ hat Prasanna Oommen mit Sabine Böttcher (Schleswig-Holstein), Heiko Schön (Mecklenburg-Vorpommern) und Andreas Temeschinko (Baden-Württemberg) über die konkrete Umsetzung in den Bundesländern diskutiert. Dabei sind insbesondere Themen wie die Qualifizierung von Multiplikator*innen in verschiedenen Bereichen sowie die Arbeit in Schulentwicklungs-Netzwerken (TT-Hubs) Schwerpunkte gewesen.
Im weiteren Verlauf haben die Teilnehmer*innen in elf verschiedenen Breakout-Sessions die Möglichkeit genutzt, sich intensiv mit den Expert*innen der Kompetenzzentren auszutauschen. Im Abschlusspanel hat Prasanna Oommen mit vier Panelist*innen Martina Diedrich darüber reflektiert, wie die Verzahnung von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen – von der Demokratiebildung bis zur Selbstregulation – die größte Hebelwirkung für Bildungsgerechtigkeit entfalten kann. Die Veranstaltung hat verdeutlicht, wie entscheidend eine stabile Schulentwicklungsstruktur und der kontinuierliche Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse für den langfristigen Erfolg an den Schulen gewesen sind
Beitragsbild: © Katarzyna Modrzynska
