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Jahresabschluss-veranstaltung „WIR fördern Gesundheit“

Wie lassen sich Zugänge zum Gesundheitssystem verbessern und gesundheitliche Teilhabe für Menschen mit Migrationsgeschichte stärken? Mit diesen Fragen hat sich die Jahresabschlussveranstaltung des Projekts „WIR fördern Gesundheit“ des Bündnisses der Gesetzlichen Krankenkassen Hessen (GKV) beschäftigt. Am 13. Oktober 2026 sind Vertreter*innen aus Politik, Krankenkassen, kommunaler Praxis und Wissenschaft zusammengekommen, um auf die bisherigen Erfahrungen zurückzublicken und Perspektiven für die Zeit nach Projektende zu diskutieren.

Prasanna Oommen hat durch den Vormittag geführt und die unterschiedlichen Perspektiven in einem Podiumsgespräch zusammengebracht. Zum Auftakt hat Prof. Dr. Oliver Razum von der Universität Bielefeld einen wissenschaftlichen Blick auf den Zusammenhang von Migration und Gesundheit geworfen. Unter dem Titel „Migration und Gesundheit – aus verpassten Gelegenheiten lernen“ hat er unter anderem Zugangsbarrieren im Gesundheitssystem und gesundheitliche Ungleichheit thematisiert.

Im anschließenden Podiumsgespräch „Chancen und Herausforderungen in den Bereichen Migration und Gesundheit“ hat Prasanna Oommen mit der hessischen Ministerin Heike Hofmann, Sabine Hahn vom Landkreis Darmstadt-Dieburg, Dr. Axel Kortevoß vom GKV-Bündnis für Gesundheit in Hessen und Prof. Dr. Benjamin Ewert von der Hochschule Fulda über die Wirkung des Projekts, die Herausforderungen der Förderstrukturen und die Zukunft der Gesundheitsförderung diskutiert. Auch das Publikum hat sich mit Fragen und eigenen Perspektiven eingebracht.

Im Mittelpunkt haben dabei die Arbeit der Gesundheitslots*innen, die Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Integrationsakteur*innen sowie die Frage gestanden, wie diskriminierungssensible und vielfaltsorientierte Versorgung langfristig gestärkt werden kann. Die Veranstaltung hat nicht nur die erreichten Fortschritte gewürdigt, sondern auch den Blick auf die Frage gerichtet, welche Strukturen und Ressourcen es braucht, damit die Erfahrungen aus dem Projekt über dessen Ende hinaus Wirkung entfalten.

Beitragsfoto: ©David Helmrich